Nachfolgend erfahren Sie alles Wichtige zum Thema Outsourcing und die verschiedenen Formen sowie über die richtige Vorgehensweise bei der Auftragsvergabe. Darüber hinaus erfahren Sie etwas über die Gründe, weshalb das Auslagern von Vorgängen manchmal besser ist und welche Vor- und Nachteile das Outsourcing mit sich bringen kann.

Was bedeutet Outsourcing?

Der Begriff Outsourcing setzt sich aus den folgenden drei englischen Worten zusammen:

    • OUTside
    • reSOURCe
    • usING

Mithilfe dieses Begriffs wird eine Unternehmensstrategie beschrieben, bei der es darum geht, einzelne Aufgaben, größere Teilbereiche oder sogar vollständige Prozesse eines Unternehmens auszulagern, also an ein Drittunternehmen abzugeben. Dies bedeutet, dass die jeweiligen Tätigkeiten nicht mehr intern von den eigenen Mitarbeitern durchgeführt, sondern von einem externen Dienstleister bezogen wird, der sich auf genau diesen Bereich spezialisiert hat. Jedoch werden lediglich sekundäre Aufgaben ausgelagert. Solche Tätigkeiten, die zum Kerngeschäft Ihres Unternehmens gehören, sollten nach Möglichkeit nicht ausgelagert werden.

Der wohl häufigste Bereich, der an einen externen Dienstleister ausgelagert wird, ist der IT-Bereich. Nicht selten wird die gesamte IT-Infrastruktur eines Unternehmens an einen externen IT-Anbieter übergeben, statt diese selbst zu betreiben. Für gewöhnlich tritt der externe Anbieter in solchen Fällen als externer Partner auf und es gibt entsprechend darauf ausgelegte Verträge, in denen der Gegenstand sowie die Dauer der Erbringung der Leistung geregelt werden. Für gewöhnlich werden sogenannte Service Level Agreements (SLA) vereinbart. In diesen wird detailliert das Vertragsverhältnis mit Blick auf die Reaktionszeit und die Servicequalität geregelt.

Outsourcing betrifft aber nicht nur die IT-Branche. In vielen kleinen Unternehmen wird inzwischen auch gerne die Lohnbuchhaltung an einen externen Dienstleister ausgelagert, um so die Kosten in der Personalverwaltung zu senken. Da die hausinterne Expertise für viele Unternehmen schlichtweg zu teuer ist, wird auch die Personalrekrutierung gerne ausgelagert.

Was ist Outsourcing?

Outsourcing ist im Grunde nichts anderes als die Auslagerung gezielter interner Unternehmensprozesse an einen externen Dienstleister, der beispielsweise die Datenverarbeitung, die Lohnbuchhaltung oder die Produktfertigung übernimmt und für diese Dienstleistung vom beauftragenden Unternehmen bezahlt wird. Dies dient für gewöhnlich nahezu immer der Einsparung von Kosten und Ressourcen. Gelegentlich wird auf diese Weise auch rasch auf eine Marktveränderung reagiert. Auch eine Qualitätsverbesserung der Produkte kann ein Grund für Outsourcing sein.

Welche Unternehmensbereiche können beim Outsourcing ausgelagert werden?

Es gibt viele Bereiche des eigenen Unternehmens, die man heutzutage outsourcen kann. Dies kann einzelne Tätigkeiten, größere Teilbereiche oder auch übergeordnete Tätigkeitsfelder betreffen, wie zum Beispiel:

  • Außendienst
  • Buchhaltung
  • Catering
  • Datenverarbeitung
  • Fuhrpark
  • IT
  • Kundenbetreuung
  • Logistik
  • Marketing
  • Produktion

Nicht ausgelagert werden sollten hingegen Tätigkeitsfelder, die das Kerngeschäft und die Kernkompetenzen des Unternehmens betreffen. Dadurch würde sich Ihr Unternehmen zu sehr von externen Dienstleistern abhängig machen, wodurch es im schlimmsten Fall nicht mehr in der Lage ist, wichtige Entscheidungen selbst zu treffen und unabhängig auf dem Markt bestehen zu können.

Warum ist Outsourcing wichtig?

Outsourcing bringt viele Vorteile. Einer davon ist zum Beispiel die Verbesserung der Marktposition Ihres Unternehmens. Durch das Outsourcen gezielter Unternehmensbereiche können Sie sich wesentlich besser auf das Kerngeschäft konzentrieren. Daneben ergeben sich viele Kostenvorteile und Ihr Unternehmen kann schneller auf Markveränderungen reagieren. Sie können neue Trends früher wahrnehmen und sich so besser gegenüber Ihren Mitbewerbern behaupten.

Damit dies möglich ist, ist insbesondere im Bereich der Materialwirtschaft eine Planungsoptimierung erforderlich. Dies gelingt jedoch nur, wenn sich die Mitarbeiter Ihres Unternehmens voll und ganz auf das Kerngeschäft konzentrieren können. Ein externer Dienstleister kann hier sehr hilfreich sein und durch seine Erfahrung in die Wertschöpfungskette integriert werden. So können beispielsweise die Produktionskosten mitunter deutlich reduziert und die Qualität enorm verbessert werden.

Modernes Outsourcing ist jedoch nur durch eine effiziente Ressourcenplanung möglich, die bereits im eigenen Unternehmen beginnen muss und nicht erst dann starten darf, wenn es daran geht, einen externen Dienstleister einzubinden. Ein modernes ERP-System (Enterprise Resource Planning), in dem Finanzbuchhaltung, Lohnabrechnung und Warenwirtschaft optimal integriert sind, kann dabei sehr hilfreich sein. Ein solches Tool ist sozusagen das Rückgrat eines Unternehmens, auf dem das Outsourcing schließlich aufbauen kann.

Wann sollte Outsourcing eingesetzt werden?

Einer jeden Überlegung des Einsatzes von Outsourcing liegt die zuvor durchgeführte Wirtschaftlichkeitsrechnung zu Grunde. Mit ihr kann rechtzeitig ermittelt werden, ob Outsourcing dem Unternehmen einen Nutzen bringt oder diesem finanziell schaden würde. Eine solche Wirtschaftlichkeitsrechnung jedoch ein recht komplexer Vorgang. Immerhin müssen hierbei neben den Kosten für die anfallenden Dienstleistungen auch noch jene Kosten berücksichtigt werden, die für eine Beendigung des Projekts anfallen werden.

Das Outsourcing ist – da sind sich Experten einig – immer dann sinnvoll, wenn ein Unternehmen umstrukturiert werden soll, um das Kerngeschäft in den Vordergrund zu rücken und es gegenüber dem offenen Markt flexibler aufzustellen. Deshalb werden oftmals insbesondere solche Aufgaben an einen Subcontractor (externen Dienstleister) vergeben, die das Unternehmen selbst nicht sonderlich effizient ausführen kann oder die besonders kostenintensiv sind.

Auch besonders schnell wachsende Unternehmen greifen gerne auf Outsourcing zurück, um der Nachfrage des Marktes weiterhin gerecht werden zu können. Damit wird nicht zuletzt ein sehr zeit- und kostenintensiver Aufbau eigener, unternehmensinterner Prozesse vermieden.

Welche Gründe sprechen für Outsourcing?

Beim Outsourcing werden, wie bereits erörtert, bislang interne Aufgaben, Prozesse und Strukturen an einen externen Dienstleister abgegeben. Die Gründe für ein solches Vorgehen können überaus verschieden sein, wie zum Beispiel:

  • Kosteneinsparung
  • Qualitätsverbesserung
  • Steigerung der Effektivität
  • Verbesserung der Skalierbarkeit
  • schnellere Reaktionsfähigkeit

Outsourcing ist dabei jedoch nicht gleich Outsourcing, denn es gibt zwei verschiedene Arten:

  • unternehmensinternes Outsourcing
  • unternehmensexternes Outsourcing

Vom unternehmensinternen Outsourcing ist immer dann die Rede, wenn auszulagernde Aufgaben beispielsweise an eine andere Firma abgegeben werden, die zum gleichen Unternehmen oder Konzern gehört oder aber bei dem es sich um ein Tochterunternehmen handelt. Auch bei der Beschäftigung von Leiharbeitern spricht man von unternehmensinternem Outsourcing. Zwar handelt es sich hierbei oftmals um rechtlich betrachtet eigenständige Unternehmen. Die Zugehörigkeit zum eigenen Unternehmen bleibt jedoch weitestgehend bestehen.

Daneben gibt es noch das unternehmensexterne Outsourcing, bei dem die auszulagernden Tätigkeiten an ein externes Unternehmen abgegeben werden, das nichts mit dem eigenen Unternehmen zu tun hat und auch nicht zum gleichen Konzern gehört. Dabei kann es sich um einen regional ansässigen Dienstleister handeln, aber auch um einen mit Sitz in einem anderen Land, wie beispielsweise China, Tschechien, Polen oder Indien.

Diese Formen und Varianten des Outsourcing gibt es

Neben dem unternehmensinternen und dem unternehmensexternen Outsourcing gibt es noch weitere Formen und Varianten des Outsourcing:

  • Business Process Outsourcing
  • Knowledge Process Outsourcing
  • Selective Outsourcing
  • Out-Servicing
  • Online Outsourcing

Business Process Outsourcing

Beim Business Process Outsourcing werden vollständige Geschäftsprozesse an einen externen Dienstleister übergeben. Hierbei kann es sich beispielsweise um die Bearbeitung von Retouren aus Warenlieferungen handeln oder auch um die Weiterbearbeitung von Produktionsteilen, etwa das Verzinken oder Lackieren von Komponenten aus der eigenen Produktion.

Knowledge Process Outsourcing

Das Knowledge Process Outsourcing betrifft weniger allgemeine, sondern vielmehr komplexe Aufgaben, bei denen ein hoher Grad an Erfahrung und Spezialisierung erforderlich ist. Der Dienstleister sollte also etwas von seinem Fach verstehen und idealerweise speziell geschult sein. Hierbei kann es sich beispielsweise um das Verfassen von SEO-Texten für eine Onlineshop oder eine Internetseite handeln.

Selective Outsourcing

Selective Outsourcing ist weniger eine eigene Form als vielmehr eine Mischung aus dem Business Process Outsourcing und dem Outtasking. Hierbei werden spezielle Teilbereiche Ihres Unternehmens an einen externen Dienstleister vergeben. Es handelt sich also nicht etwa um einzelne Aufgaben, sondern vielmehr um einen komplette Prozesse.

Out-Servicing

Anders als bei den anderen Formen werden beim Out-Servicing keine gewöhnlichen Arbeiten vergeben. Bei dieser Variante wird der gesamte Kundendienst nicht mehr intern durchgeführt, sondern an einen externen Dienstleister abgegeben.

Online Outsourcing

Beim Online Outsourcing findet die Auslagerung nicht vor Ort statt, sondern über das Internet. Von dieser Form des Outsourcing sind insbesondere die Bereiche IT und Marketing betroffen. Die große Besonderheit dabei liegt darin, dass der externe Anbieter seine Dienstleistung problemlos auch via Internet durchführen kann und dafür nicht extra in Ihr Unternehmen kommen muss und auch keine Gegenstände übergeben werden müssen.

Outtasking – Was ist das?

Beim Outsourcing kann unter Umständen auch mal der Begriff Outtasking fallen. Dieser Begriff bezeichnet die Vergabe ganz bestimmter und darüber hinaus begrenzter Aufgabenbereiche an einen externen Dienstleister. Die übergeordneten Prozesse hingegen verbleiben weiterhin im eigenen Unternehmen. Auf diese Weise machen Sie sich nicht komplett vom externen Dienstleister abhängig und können diesen im Ernstfall leicht ersetzen. Beim Outtasking ist das Risiko einer Abhängigkeit für Ihr Unternehmen also deutlich geringer als dies etwa beim IT-Outsourcing der Fall ist.

Outsourcing vs. Offshoring – wo ist der Unterschied?

Wer sich mit dem Thema Outsourcing beschäftigt, der wird irgendwann auch mit dem Begriff Offshoring konfrontiert. Grundsätzlich handelt es sich beim Offshoring um nichts Geringeres als um Outsourcing, jedoch mit dem Unterschied, dass Sie in diesem Fall die Aufgaben nicht etwa im Inland, sondern in das Ausland verlagern. Hierbei spricht man auch von einer geographischen Verlagerung, während es beim gewöhnlichen Outsourcing lediglich zur organisatorischen Verlagerung kommt.

Beide Arten müssen nicht zwangsläufig in direktem Zusammenhang stehen, jedoch ist beim Offshoring für gewöhnlich immer auch das Thema Outsourcing mit im Spiel. Beim Offshoring spielt, genauso wie beim gewöhnlichen Outsourcing, in erster Linie immer die Einsparung von Kosten und Ressourcen eine tragende Rolle. Dies ist beim Offshoring normalerweise sehr leicht möglich, indem die entsprechenden Aufgaben etwa in Länder verlagert werden, in denen das Lohnniveau wesentlich unter dem des eigenen Landes liegt, etwa in China oder Indien.

Das Offshoring birgt jedoch auch einige strategische und operative Risiken. So können durch entsprechend große geographische Entfernungen zahlreiche Probleme in den unterschiedlichsten Bereichen auftreten, wie etwa in der Logistik, bei der Kommunikation oder auch lediglich in puncto Zeitverschiebung. Letzteres bezieht sich insbesondere auf zum Beispiel die Handelszeiten.

Ein weiterer Nachteil für das Unternehmen ergibt sich aufgrund der großen Entfernung bezüglich der Flexibilität. Sollten Sie nun schnell auf Marktveränderungen reagieren können, so ist es jedoch besonders wichtig, dass Sie flexibel sind.

So könnten Sie beim Outsourcing vorgehen

Die Vorgehensweise, wie das Outsourcingvorhaben umgesetzt werden kann, kann je nach Unternehmen mitunter erheblich unterschiedlich ausfallen. In der Vergangenheit hat sich jedoch durchaus bereits das eine oder andere Vorgehen als recht erfolgreich herausgestellt, wodurch sich ein so genanntes Best Practise herauskristallisiert hat, welches Sie sich schließlich zunutze machen können.

So könnten Sie bei Ihrer Outsourcing-Entscheidung vorgehen

  1. Zunächst führen Sie eine detaillierte Analyse des aktuellen Ist-Zustandes in Ihrem Unternehmen durch. Hierfür stellen Sie ein Team von ausgesuchten Mitarbeitern zusammen.
  2. Das zusammengestellte Team bestimmt nun, wie der weitere Prozess auszusehen hat und gibt eine erste Einschätzung zum möglichen Potenzial ab.
  3. Es müssen Vorbereitungen getroffen werden.
  4. Das Outsourcing-Team hält ein so genanntes Kick-off Meeting ab und entwickelt hierbei ein Modell, wie das Outsourcing-Projekt aussehen könnte.
  5. Auf Basis dieses Modells erfolgen eine Auswertung sowie ein Vergleich mit alternativen Lösungen.
  6. Dem Projektteam werden die erforderlichen Entscheidungskompetenzen übertragen.
  7. Es erfolgt eine Aufstellung der entstehenden Kosten.
  8. Kompetenzen und Preise möglicher Dienstleister werden miteinander verglichen und ausgewertet, bis ein geeigneter Kandidat gefunden wurde.
  9. Die Ausschreibung wird erstellt und ausgewertet.
  10. Es muss ein Pflichten- und Lastenheft erstellt werden.
  11. Die Umsetzungsphase beginnt. Hierbei wird auch der konkrete Zeitplan für die finale Umsetzung des Outsourcing-Projekts behandelt.
  12. Sowohl das Projektmanagement als auch eine regelmäßige Qualitätskontrolle werden durchgeführt.

Outsourcing bietet sich beispielsweise in folgenden Bereichen an:

  • Online Marketing: Hierbei werden vom Unternehmen die bisher intern durchgeführten Online-Werbemaßnahmen an einen externen Dienstleister ausgelagert. Dieser kümmert sich dann beispielsweise um die Betreuung der Social Media Kanäle oder um die Planung von Online-Werbekampagnen.
  • Produktion: Gerade produzierende Unternehmen können enorm vom Outsourcing profitieren, indem etwa die Montage bestimmter Baugruppen oder die Herstellung von Einzelteilen an einen externen Dienstleister übergeben werden.
  • Print Marketing: Dieser Bereich ist dem Online Marketing sehr ähnlich. Allerdings ist hier der Unterschied, dass nicht etwa die Onlinewerbung an einen Dienstleister übertragen wird, sondern dass zum Beispiel die Erstellung von Printmedien wie Visitenkarten, Briefpapier, Flyer, Bedienungsanleitungen, Katalogen oder Etiketten extern durchgeführt wird.
  • Datenverarbeitung: Haben Sie häufig große Datenbestände, die bearbeitet werden müssen, wie etwa die Neuanlage von Artikeln in Ihrem ERP-System oder die Aufbereitung von Excel-Tabellen, die enorm viel Zeit in Anspruch nehmen würden, dann bietet es sich auch hier an, diese Arbeit an einen Dienstleister abzugeben. Ihre Mitarbeiter können sich somit auch weiterhin um wichtige Projekte kümmern, wie etwa die Einführung neuer Produkte.

Outsourcing ins Ausland: Darauf sollten Sie achten

Nicht selten kommt es vor, dass etwa die Logistik, die Buchhaltung oder auch die Produktion eines Unternehmens ins Ausland verlagert wird. Hier gibt es insbesondere drei Länder, die beim Outsourcing besonders beliebt sind:

  • Malaysia
  • China
  • Indien

Aber auch auf die Infrastruktur vieler europäischer Nachbarländer wird gerne zurückgegriffen. So bedient sich beispielsweise der Technologiekonzern Apple gerne den Dienstleistern in Irland. Andere Firmen greifen hingegen gerne auf solche Länder wie Tschechien, Polen oder Rumänien zurück, in denen insbesondere einfache Tätigkeiten, die nicht sonderlich komplex sind, recht gut erledigt werden.

Damit das Outsourcing ins Ausland jedoch funktioniert, gibt es ein paar Dinge, die Sie beachten sollten. Dazu gehört zum Beispiel, dass Sie einen passenden Anbieter im Ausland ausfindig machen, der sehr wohl in der Lage ist, Ihren Vorgaben und Anforderungen gerecht zu werden. Darüber hinaus muss der Anbieter natürlich auch die erforderlichen Ressourcen mitbringen, damit die von Ihrem Unternehmen geforderten Arbeiten auch zufriedenstellend erledigt werden können.

Besonders wichtig ist auch, dass Sie sich der sprachlichen Barriere bewusst sind. Deshalb sollten Sie in Ihrem Unternehmen einen entsprechenden Mitarbeiter haben, der idealerweise die jeweilige Landessprache beherrscht oder zumindest fließend Englisch sprechen kann.

Vor- und Nachteile des Outsourcing

So wie nahezu überall im Business gibt es auch beim Outsourcing gewisse Vor- und Nachteile. Nachfolgend haben wir Ihnen deshalb eine Übersicht der Pro und Contras der Auslagerung von Unternehmensfunktionen zusammengestellt. Wir haben versucht, die zahlreichen Informationen in den wichtigsten Punkten zusammenzufassen.

Vorteile

Der wohl größte und auch wichtigste Vorteil des Outsourcing ist der, dass sich Ihr Unternehmen weiterhin auf das Kerngeschäft konzentrieren kann. Darüber hinaus ergibt sich eine enorme Kostenersparnis gegenüber der Erbringung der Leistung innerhalb des eigenen Unternehmens. Durch den Fremdbezug ergeben sich außerdem gewisse Steuervorteile, da durch die Auslagerung der zu versteuernde Gewinn gemindert wird.

Ein weiterer Vorteil spiegelt sich in der Qualität wieder, denn ein erfahrener Dienstleister erbringt womöglich sogar eine bessere Arbeit, als dies Ihren eigenen Mitarbeitern möglich wäre, da sich externe Dienstleister nicht um viele Dinge gleichzeitig kümmern und ihre Kernkompetenz auf nur wenige Bereiche lenken können. Nicht selten werden durch das Outsourcing sogar wichtige strategische Partnerschaften geschlossen und somit neue Geschäftsfelder eröffnet. Ein wichtiges Stichwort hierbei: ‚Vertikale Integration‘.

Nachteile

Leider gibt es beim Outsourcing aber auch den einen oder anderen Nachteil. Der wesentlichste Nachteil ist etwa die Abhängigkeit, in die man sich begibt. Kommt der Dienstleister beispielsweise in wirtschaftliche Schwierigkeiten oder lässt die Qualität der Arbeit nach, dann kann sich dies für Ihr Unternehmen schnell durch mitunter hohe Folgekosten bemerkbar machen. Wurden erst einmal bestimmte Funktionen des Unternehmens an einen externen Dienstleister übertragen, so lassen sich diese in der Regel nicht mehr so einfach in den eignen Unternehmensbereichen eingliedern.

So kommt es beispielsweise nicht selten vor, das Firmen, die ihre SAP-Entwicklung an Fremdfirmen übergeben haben, dies im Nachhinein zutiefst bereuen. Grund hierfür ist häufig, dass das Know-how um die eigenen Unternehmensprozesse dadurch geradezu verschwindet. Dies umzukehren bedarf dem Aufbau eines entsprechend schlagkräftigen Teams aus in der Regel neuen Mitarbeitern, was nicht nur überaus zeitaufwändig ist, sondern auch sehr teuer wird.

Gelegentlich kann es vorkommen, dass sich das Outsourcing negativ auf das Betriebsklima auswirken kann. Der eine oder andere Mitarbeiter kann den Dienstleister unter Umständen als Konkurrenz ansehen und seinen eigenen Arbeitsplatz als gefährdet ansehen, wodurch sich ein gewisser Widerstand entwickeln kann. Deshalb ist es stets wichtig, die eigenen Mitarbeiter, die vom Outsourcing direkt betroffen sind, idealerweise von Anfang an mit ins Boot zu nehmen und diese über die Beweggründe der Auslagerung zu informieren.

Ein besonders wichtiger Punkt beim Outsourcing ist auch das Thema Datenschutz. Je nachdem, was genau ausgelagert wird, erhält der Dienstleister Einblick in mitunter sensible Daten Ihres Unternehmens. Bevor Sie einen Unternehmensbereich auslagern, sollten Sie Ihre Entscheidung also stets genau analysieren und insbesondere zukunftsorientiert treffen.

Nachfolgend erhalten Sie noch einmal eine Übersicht der wichtigsten Vor- und Nachteile von Outsourcing:

Outsourcing Vorteile Outsourcing Nachteile
Kostensenkung Steigerung des Kommunikationsaufwands
Qualitätssteigerung gewisser Kontrollverlust
Reduzierung des Zeitaufwandes Abhängigkeit vom Dienstleister
Steigerung der Effektivität weniger Weiterbildungen für die eigenen Mitarbeiter
Steigerung der Flexibilität Reduzierung der Mitarbeiterzahl aufgrund eventueller Kündigungen
Reduzierung von Risiken schlechteres Betriebsklima (Konkurrenzdenken)
Beschleunigung des Wachstums mögliche Einbußen beim Thema Datenschutz

Die Bedeutung des Outsourcing für Ihre Mitarbeiter

Das Thema Outsourcing kann für Ihre Mitarbeiter unter Umständen von großer Bedeutung sein. Welche Bedeutung dem beigemessen werden darf, hängt jedoch nicht zuletzt von der Art der Auslagerung ab. So spielt es beispielsweise eine Rolle, ob es um ein unternehmensinternes Outsourcing oder um ein unternehmensexternes Outsourcing geht. So liegt etwa beim unternehmensinternen Outsourcing die Besonderheit darin, dass die zu erledigenden Aufgaben an eine Firma innerhalb des eigenen Unternehmens oder desselben Konzerns übertragen werden, etwa an ein Tochterunternehmen.

Im Gegensatz dazu wird beim unternehmensexternen Outsourcing werden die Aufgaben hingegen an eine fremde Firma abgegeben. Gerade im letzten Fall ist es so, dass die eigenen Mitarbeiter schnell befürchten, dass es in den entsprechenden Bereichen, in denen die ausgelagerten Aufgaben bislang erledigt wurden, zu einem Stellenabbau kommen wird.

Dies kann etwa der Fall sein, wenn die bestimmte Bereiche der Produktion, die bislang intern abgewickelt wurde, künftig an ein Billiglohnland wie China, Indien oder Tschechien verlagert wird. Allerdings muss es nicht zwangsläufig kommen, dass tatsächlich der Headcount im eigenen Unternehmen dadurch reduziert wird, denn unter Umständen kann auch das Ziel des Umverlagerung sein, dass die eigenen Mitarbeiter entlastet werden und sich stattdessen endlich wieder vermehrt den Kernaufgaben widmen können. In diesem Fall entsteht für die Mitarbeiter also ein sehr positiver Effekt.

Ein wichtiger Bereich, den dies beispielsweise betrifft, ist unter anderem die Unterstützung bei der Datenpflege Ihrer ERP-Software. Durch die Unterstützung durch einen externen Dienstleister lassen sich viele wichtige Bereiche nahezu automatisieren, was schließlich zu einer deutlichen Zeitersparnis führt, da sich Ihre Mitarbeiter künftig nicht mehr oder zumindest deutlich weniger um regelmäßig auftretende Routineaufgaben kümmern müssen und dadurch mehr Zeit für wichtige Projekte haben. Recht schnell zeigen sich dadurch auch die ersten Erfolge, indem etwa die Mitarbeiter wieder eine höhere Motivation zeigen.

Wichtig ist vor allem eine gute Kommunikation mit den Mitarbeitern, welche Outsourcing-Maßnahmen geplant sind und wie diese umgesetzt werden sollen. Halten Sie solche Dinge stets transparent und vermeiden Sie damit die Verbreitung falscher Gerüchte und arbeiten Sie der Entstehung eines schlechten Betriebsklimas entgegen.

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